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Der Weingartenhüter in der Südsteiermark

Was macht ein Weingartenhüter?

Seit Jahrhunderten hatte er die Aufgabe, durch die Weingärten zu spazieren und sorgte dafür, dass weder Diebe noch Vögel die saftigen Trauben stehlen. Dazu verwendete er verschiedenste Waffen, um Diebe fern zu halten aber auch viele Gegenstände um mit Geräuschen die Vögel abzuschrecken. Für viele Jahrhunderte war er ein fester Bestandteil einer jeden Weinregion. Doch vor knapp 60 Jahren ist er aus der Steiermark verschwunden und niemand erinnerte sich noch an ihn.

Weingartenhüter im 19. Jahrhundert

Warum ist der Weingartenhüter ausgestorben?

Nach dem zweiten Weltkrieg war man fleißig am Wiederaufbau der Wirtschaft und Gesellschaft beschäftigt. Ab den 1960ern ist der Wohlstand in der Steiermark sehr stark gestiegen. Es war nun nicht mehr nötig, dass eine Person wochenlang vor der Weinernte auf die Trauben aufpasst. Erstens kostet dies ja auch Geld und zweitens wurde durch die Industrialisierung die Weingartenarbeit vereinfacht, so dass ein paar Trauben mehr oder weniger nicht mehr ins Gewicht. 

Für den Weinbauern ist die technische Unterstützung eine große Bereicherung in seiner Arbeit und dank modernster Forschung konnte auch der Ernteertrag erhöht werden, aber der Geist und die Kultur der oft nicht einfachen Arbeit ging mit dem Einzug der Moderne verloren. Doch nach 60 Jahren konnte der Brauch wiederbelebt werden. Im Folgenden ein Bericht des ORF darüber. 

Ein ORF-Beitrag über die Arbeit des südsteirischen Weingartenhüters

Der Kulturfuchs hat den Brauch des Weingartenhüters in der Steiermark wiederbelebt. Es ist interessant, dass diese Funktion und dieser Brauch im Weinland Steiermark seit den 1960ern gänzlich aus dem kollektiven Gedächtnis vergessen wurde. Doch nun ist er zurück und wacht über seine Weinberge.

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